Welche Kamera hast Du? Kannst Du mir eine empfehlen? 15 häufig gestellte Fragen, endlich beantwortet!

Welche Kamera soll ich mir kaufen? Womit fotografierst Du? Wie schaffst Du es, dass die Leute immer ihre Wohnungen so schön aufräumen? Es gibt eine Menge Fragen, die mir immer wieder gestellt werden. Zeit also für einen längeren FAQ-Beitrag!

* Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Bei einer Bestellung erhalte ich einen kleinen Cent-Betrag. Dadurch unterstützt Du mich und meinen Blog. Warum es jetzt Werbung auf diesem Blog gibt, erfährst Du weiter unten. Wenn Du Fragen dazu hast, schreib mir gerne. © Foto: Christian Manthey 

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1. Welche Kamera und Objektive verwendest Du?

Die am allerhäufigsten gestellte Frage! Mit Abstand.

Ich arbeite mit einer Nikon D800 und fotografiere seit 4 Jahren ausschließlich mit Nikon-Festbrennweiten (Nikkor 35 mm f/1.8, Nikkor 50mm f/1.4 und 85 mm f/1.8). Das 85mm-Objektiv benutze ich eher selten, was auch daran liegt, dass ich die meisten Familien bei sich zu Hause fotografiere.

Lange Zeit habe ich am liebsten mit dem Nikkor 35mm-Objektiv fotografiert, mittlerweile habe ich meistens die 50er-Festbrennweite vorne drauf. Vor kurzem habe ich mir auch das Nikkor 20 mm f/1.8 gekauft, da ich oft in kleinen Zimmern fotografiere und mehr von dem Geschehen auf dem Bild haben möchte.  

Beim Shooting hänge ich mir in einer kleinen Foto-Tasche meistens noch ein zweites Objektiv um die Schultern, damit ich die Objektive unkompliziert zwischendurch wechseln kann. Und in einer Gürteltasche habe ich einen Ersatzakku, 32 GB und 64 GB Speicherkarten und lustige Karnevalsbrillen dabei. Die liiieben die Kinder!

 

2. Welche Kameratasche benutzt Du?

Mehr als zwei Jahre lang hatte ich die Kameratasche, die man auf dem Bild mit der roten Nase weiter unten sieht. Mit den endlosen Bildbearbeitungtagen am PC und dem einseitigen Tragen meiner schweren Ausrüstung habe ich aber meinem Rücken und Schultern keinen Gefallen getan.

Mittlerweile habe ich in ein phänomenales Heizkissen, eine noch phänomenaleres Massagegerät (sieht bekloppt aus, aber wirkt Wunder) und den besten Roll-Rucksack aller Zeiten investiert. Es gibt doch nicht Schöneres, als einen butterweichen Nacken kurz vorm Schlafengehen. Doch! Sein schweres Equipment inklusive Laptop nicht mehr stundenlang von A nach B tragen zu müssen. Das ist noch schöner. 

 

3. Ich möchte mir eine Kamera kaufen. Kannst Du mir eine empfehlen?

nikon

Definitiv die zweithäufigste Frage, die ich bekomme. Vor allem seit meiner Blogserie "Manuell fotografieren".

Hier eine allgemeine Empfehlung zu geben, finde ich sehr schwierig. Denn ich kenne mich a) nicht gut mit Technik aus und b) kommt es darauf an, wie gut Eure Fotografie-Kenntnisse sind und welche Bedürfnisse Ihr habt.

Wollt Ihr wirklich eine große Kamera mit Euch herumschleppen? Oder doch lieber etwas Kompaktes? Wollt Ihr eher Standard-Programme oder doch lieber mehr manuelle Einstellmöglichkeiten? Fotografiert Ihr mit dem Sucher oder dem Live-Preview? Soll sie einfach etwas besser sein, als die Handy-Kamera oder wollt Ihr eine Profi-Kamera? Wollt Ihr lieber eine leise Kamera oder stört Euch das laute Auslösen nicht?

Irgendwann werde ich bestimmt mal einen längeren Artikel dazu schreiben. Bis dahin reicht vielleicht diese Antwort:

Kauft Euch keine Profi-Vollformat-Kamera, wenn Ihr nicht wisst, wie man manuell fotografiert. Die Geräte sind sehr schwer und man kann mit ihnen nur tolle Fotos zaubern, wenn man weiß, wie man sie bedient. Kleinere Systemkameras sind für den Familienalltag völlig ausreichend, wenn man auch ein paar manuelle Einstelloptionen für ISO, Blende und Verschlusszeit haben möchte.

Unterwegs habe ich seit ein paar Jahren die Panasonic Lumix DMC-LX100 dabei und bin damit sehr zufrieden. Die ist nicht zu groß, leise, macht schöne Videos und man kann halbautomatisch fotografieren. 

Am besten lasst Ihr Euch in einem Fotogeschäft von einem Fachmann beraten. Dem könnt Ihr sagen, was Euch besonders wichtig ist für den täglichen Gebrauch. Denn darauf kommt es an! Und nicht auf die Pixelzahl oder den neuesten technischen Klimbim.

 

4. Speicherst Du alle Familienbilder oder löscht Du sie nach einiger Zeit?

Ich habe alle meine Shootings der letzten 4 Jahre doppelt und dreifach auf externen 500 GB Festplatten von Western Digital gesichert und sie haben mich noch nie im Stich gelassen. Warum 500 GB? Wenn eine Festplatte doch mal kaputt gehen sollte, sind nur die Shootings von ein paar Monaten und nicht einem ganzen Jahr weg.

 

5. Wie schaffst Du es, dass die Leute ihre Wohnungen so schön aufräumen?

Manchen Familien ist es wichtig, "geordnete Fotos" zu haben. Anderen nicht so sehr. Bei jedem Familienshooting finde ich eine andere Situation vor und das ist völlig okay. Ich will keine perfekt inszenierten Bilder, sondern echte Momente. 

Mir geht es um die innige Verbindung zwischen Eltern und ihren Kindern. Und nichts soll im Foto davon ablenken. Deshalb schaue ich bei Homestorys in erster Linie, wo ich das beste Licht und klare Hintergründe habe. Ich persönlich mag es minimalistisch und vermeide knallige Farben. Ab und zu räume aber auch mal mit ein paar Handgriffen ein paar Windeln, Plüschtiere oder rote Kissen aus dem Bild. 

Fotos zeigen immer nur einen Ausschnitt der Realität. Es ist alles eine Sache der Perspektive, aus welchem Winkel man fotografiert. Das sieht man ganz gut an diesem Beispiel. Dieselbe Location, unterschiedliche Perspektiven.

babyfotos-berlin

 

6. Warum bist Du so oft in Bonn?

Weil ich dort fast drei Jahre gewohnt habe. Als ich 2011 aus Kolumbien zurück kam, wollte ich eigentlich nach Berlin ziehen, habe dort aber keinen Job im Bereich Entwicklungspolitik gefunden. Also bin ich nach Bonn gegangen, um für die Welthungerhilfe zu arbeiten. 

Dann habe ich mich langsam als Familienfotografin selbstständig gemacht, bin Ende 2014 nach Berlin gezogen und fahre seitdem alle paar Wochen nach Bonn, da mich dort viele "meiner" ersten Familien weiterhin für Familienfotos buchen. Und Bonn ist einfach so schön! Da komplette Kontrastprogramm zu Berlin Friedrichshain, wo ich jetzt wohne, aber so habe ich das Beste von beiden Welten und sehe oft alte Freunde wieder.

 

7. Arbeitest du nur wenn andere frei haben?

Lustige Frage. Meistens fotografiere ich unterhalb der Woche. Einige Familien nehmen sich einen Tag Urlaub für das Shooting, andere sind selbstständig und flexibler bei den Terminen. Früher habe ich sehr viel am Wochenende gearbeitet, mittlerweile aber weniger und beantworte auch Emails nur noch selten am Wochenende. 

 

© Foto: Nicole Wahl

© Foto: Nicole Wahl

8. Wie lange arbeitest Du schon als Fotografin?

Seit fast 4 Jahren. Das erste Jahr nebenberuflich, als ich noch für die Welthungerhilfe in Bonn als Länderreferentin für Südamerika gearbeitet habe. Seit meinem Umzug nach Berlin vor fast drei Jahren komplett selbstständig. Wer mehr über die Höhen und Tiefen meiner Selbstständigkeit wissen möchte, kann hier weiterlesen:

Selbst und ständig? Nicht mit mir! 3 Strategien für mehr Zeit und ein glücklicheres Leben

Vom Amateur zum Profi - Das 1. Jahr Selbstständigkeit als professionelle Fotografin

Heute vor 3 Jahren oder Wie sich auf einmal alles änderte

Warum ich tue, was ich tue

 

9. Machst Du auch andere Shootings außer Familien?

Ich habe mich komplett auf innige, natürliche Familienfotografie spezialisiert. Anfragen für Hochzeiten oder Portraits bekomme ich daher nur noch sehr selten. Und wenn doch, empfehle ich gerne Kollegen weiter.

 

10. Wie stellst Du diese lockere Atmosphäre in Deinen Bildern her?

Indem ich die Familie von mir und der Kamera ablenke. Der Schlüssel zu meinen Fotos ist, dass ich hierfür teilweise sehr konkrete Anleitungen gebe, man dies den Fotos aber nicht ansieht. Damit das gelingt, überlege ich mir vor jedem Familienshooting, was ich mit dieser jeweiligen Familienkonstellation an Aktivitäten und Interaktion machen kann.

Denn eine Fotosession mit einem einjährigen Baby läuft anders ab, als mit drei kleinen Jungs. 

Jede Familie ist anders und vor jedem Fotoshooting frage ich nach typischen Alltagssituationen oder Eigenschaften der Kinder, denn ich möchte möglichst authentische Aufnahmen von der Familie, so wie sie sind, machen. Je mehr Interaktion es gibt, desto schneller vergessen sie die Kamera und desto ungezwungener ist die Atmosphäre während des Fotoshootings.

 

© Foto: Nicole Wahl

© Foto: Nicole Wahl

11. Kann ich Dir bei einem Familienshooting mal assistieren oder Dir über die Schulter schauen? 

Leider nein. Bei Shootings baue ich innerhalb kürzester Zeit eine vertraute Atmosphäre zu der Familie auf. Mit noch einer weiteren Person dabei, stelle ich mir das schwierig vor. Die beste Art von mir zu lernen, ist mich für Familienfotos zu buchen und meinen Newsletter für Fotografen zu abonnieren. Oder den Newsletter für Eltern, mit vielen Foto-Tipps für den Familienalltag.

 

12. Bietest Du Coachings oder Workshops an und verkaufst Du Presets?

Im Moment nicht. Bald wird es aber ebooks von mir zu verschiedenen Themen rund um die Familienfotografie geben.

 

 

13. Bearbeitest Du Deine Fotos mit Lightroom oder Photoshop?

Beides. Ich mache die Grundbearbeitung (Anpassung von Helligkeit, Kontrast, Farben) in Lightroom und kleinere Retuschen in Photoshop. Anfangs hatte ich nur Photoshop, nutze mittlerweile aber immer mehr Lightroom.

 

14. Hast Du schonmal einen Auftrag drinnen abgelehnt, weil die Wohnung einfach zu dunkel war?

Ich weiß ja vorher nie, wie die Lichtsituation ist. Da ich seit 4 Jahren überwiegend Homestorys nur mit natürlichem Licht fotografiere, komme ich ganz gut auch mit schwierigen Lichtsituationen klar. Wie, habe ich hier beschrieben: 

5 Tipps, wie Du in Wohnungen mit wenig Licht helle Familienfotos machst

 

15. Warum gibt es jetzt Werbung auf Deinem Blog?

Diesen Blog gibt es jetzt seit fast vier Jahren. Es ist wunderbar, eine Plattform zu haben, wo ich nicht nur meine Familienserien, sondern auch meine Gedanken mit Euch teilen kann. Es macht unglaublichen Spaß, meine Liebe zur Fotografie weiterzugeben und Euch mit Foto-Tipps und Einblicken in meine Bildsprache zu inspirieren. 

Aber ein Blog kostet Zeit. Zeit, die ich mir gerne nehme. Weil ich es liebe, zu schreiben! Und weil ich so viel von Euch zurück bekomme. Für manche Beiträge brauche ich zwei volle Arbeitstage. Das ist sehr viel Zeit.

Es gibt keine Werbebanner, Verlosungen oder Pop-Up-Anzeigen auf dieser Seite. Aber wenn ich die Produkte, die ich selber gerne nutze, verlinken und damit etwas Geld verdienen kann, warum nicht? Mit diesen sogenannten Affiliate-Links erhalte ich eine kleine Provision, wenn Ihr über diese Links ein Produkt kauft. Das kostet Euch nichts extra und ermöglicht es mir, weiterhin interessante, hilfreiche, praktische Beiträge für Euch zu schreiben.

Leni Moretti Photography fühlt sich immer mehr wie ein kleines Unternehmen an. Ich habe die Buchhaltung ausgelagert, eine Designerin beauftragt und eine Assistentin eingestellt. Langfristig sehe ich mich nicht nur als Fotografin, sondern möchte auch andere Bereiche ausbauen und dazu gehört dieser Blog. Und das wird nur mit Werbung gehen.

 

Für weitere Fragen rund um meine Familienshootings, hüpft mal rüber zu meiner FAQ-Seite!